
Hey,
Momentan sitzen wir auf dem Campingplatz am Grand Canyon.Der Zeltplatz ist richtig schön,allerdings regnet es richtig stark,womit wir nicht gerechnet haben!Leider können wir so nicht den Canyon runterwandern:( Wenigstens habe ich dann Zeit von unseren abenteurlichen Erfahrungen im Death Valley zu schreiben.Aber erstmal von vorn:
Nach wieder ca.400 Meilen (durch Deutschland zu fahren wird für uns auch keine lange Strecke mehr sein :) ) kamen wir gegen Abend am Death Valley an. Die Aussicht war atemberaubend! Und selbst auf dem relativ hoch gelegenen Campingplatz, der umsonst war und auf dem nur 3 weitere Zelte standen hatte es um 20 Uhr noch 33Grad Celsius.
Der Sonnenuntergang und der Sternenhimmel waren gigantisch."Krass,das ist wie im Planetarium" (Matze).Da merkt man erst,wie krass wir mit den Städten den Himmel beleuchten und dafür auf so einen tollen Sternenhimmel verzichten müssen!
Morgens waren wir um halb 7 wach,weil die Sonnen einfach eine unglaubliche Kraft hat und es einfach zu warm war.
Die Straßen im Death Valley sind ziemlich abenteuerlich,weil die geteerte (paved road) Straße plötzlich aufhört und man auf Schotter weiterfährt.
Zuerst haben wir ziemlich cool gebaute Schmelzhütten gesehen,mussten aber umdrehen,da es die falsche Richtung war =)
Plötzlich ging eine Warnleuchte am Auto an - also erstmal die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen. "Malfunction lamp"....nichts schlimmes,nur der computer der die Emissionen checkt,man sollte danach schauen,aber das Auto wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Also weiter!
Im Reiseführer steht etwas von einer Geisterstadt,in der 1929 auch ein Western gedreht wurde - allerdings steht da auch "die Strecke,die dorthin führt ist nur für Geländewagen geeignet".
Wir haben ja einen SUV und Geisterstadt hört sich ja spannend an,also 9Meilen off-road.Nach knapp 30min,da man nur langsam fahren konnte,waren wir dort.Aber Überraschung: Die Geisterstadt macht ihrem Namen alle Ehre und ist einfach nicht mehr da! Stattdessen ist dort nur eine kleine Tafel,auf der steht,dass man sich nun dort befände,wo einst Downtown stand.
Also wieder zurück. Allerdings blinkt plötzlich ein weiteres Warnlicht auf...geringer Reifendruck.Der Sensor zeigt am linken Hinterrad an: 28 (normal 41) und zählt immer weiter runter...so lang der Reifen noch nicht ganz unten ist einfach versuchen so nah wie möglich an die richtige Straße zu kommen.Aber nach kurzer Zeit ist klar: wir müssen anhalten,sonst fahren wir auf der Felge.Das Gewicht des Autos war einfach zu groß.Das Thermometer zeigt 114 Grad Fahrenheiten an.Der Reiseführer hatte recht mit "eine Reifenzerfetzende Strecke". Also haben wir bei der Hitze das Ersatzrad drauf und den kaputten Reifen in den Kofferraum.Eigentlich dachten wir der kleine Ersatzreifen platzt uns auf dieser Strecke nach 10 Metern,aber durch Umladen, um das Gewicht von diesem Reifen zu nehmen und dadurch das Ersatzreifen der Amis stabiler sind (laut Handbuch kann man damit 65mph und 3000Meilen bei einer Autozuladung von 950kg fahren).Also sind wir langsam die 8Meilen zurück zur regulären Straße gefahren und haben gehofft,dass der Reifen das mitmacht.Wir haben dann auch noch einen Australier "gerettet",den wir dann am Anfang der off-road strecke mit seiner normalen Dodge Schräghecklimo getroffen haben,in dem wir ihm davon abgeraten haben,da dort nichtmal eine Geisterstadt ist.Er war dann auch ziemlich dankbar:). Wir haben es auch zur regulären Straße geschafft und mit 40mph gingen die 100Meilen zur nächsten Stadt auch. Der Typ an der Tankstelle hat uns dann erklärt wir wären in einer großen Deadzone,also hat er uns in eine 90Meilen entfernte Stadt geschickt,durch dir wir auf der Hinfahrt zu Death Valley gekommen sind.Von dort aus haben gleich bei Hertz angerufen,die dort in der Stadt eine Partnerwerkstatt hatten,der uns allerdings den Reifen nicht reparieren konnt/wollte und auch keinen neuen in der größe hatte. Glücklicherweise haben wir von dem Tankstellenmitarbeiter in der Deadzone einen Tipp für einen guten Reifenhändler bekommen.Die waren total nett und haben gemeint man könne den Reifen gut reparieren.Wir musstebn also nur 20$ zahlen,wobei sie uns sogar noch 1$geschenkt hat,weil wir nur 19$ in cash hatten.
Der Reifen ist wieder perfekt,die andere Warnleuchte ist immernoch an,aber da rufen wir nochmal bei Hertz an.
Zurück in Death Valley haben wir dann auf Meereshöhe gecampt.auf dem campingplatz waren nur noch 2 junge Franzosen,die auch einen Roadtrip machen und ein Paar.
Es hatte allerdings nachts um 11 immernoch 36Grad,das Paar hat da dann aufgegeben :). Selbst das Wasser aus dem Wasserhahn war heiß! Es hat nicht wirklich weiter abgekühlt und wir haben irgebdwie vesucht wenigstens etwas zu schlafen..Denn auch der Wind war heiß.Wie ein Fön. Es ist schon paradox, wenn man zum Sternenhimmel hochschaut, es aber genauso heiß ist,wie in Deutschland an einem heißen Tag.
Jetzt haben können wir aber wenigstens "Campen am heißesten Ort der Welt" abhaken :)
Ein Eintrag über Sequoia kommt auch noch.
Naja, erstmal genug geschrieben,jetzt wagen wir doch den abstieg in den Canyon,da der Regen schwächer geworden ist.
Bis bald
Chris